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Kinder in Usbekistan / Zentralasien benötigen dringend Hilfe

  Usbekistan, ein Land mit starkem Bevölkerungswachstum, ein Land der ehemaligen GUS-Staaten in Zentralasien mit der geschichtsreichen Hauptstadt Tashkent besitzt im Gegensatz zu Kasachstan kaum natürliche Ressourcen. Die Usbeken sind friedlich, es gibt keinerlei Religions- und Rassenprobleme, obwohl viele Ethnien im Lande leben. Respekt – das ist das, was die Menschen sich gegenseitig zollen und eine Familie sowie der familiäre Zusammenhalt sind nach wie vor ein wichtiges Gut im Land. Die Usbeken leben häufig noch sehr traditionell.

2005 war eine Delegation des ICH zu Gast im Land und konnte sich überzeugen vom angestrebten, ja gelebten sozialen Miteinander. Das Elend ist teilweise groß und die Solidarität reicht auf Grund der teilweise noch vorhandenen Armut nicht aus, um z.B. im Vergleich zu europäischen Ländern norm- und statusgerecht die Versorgung zu sichern. Natürlich geben sich die Usbeken alle Mühe, es gibt eine staatliche Hilfsorganisation, richtig bezeichnet ist diese Organisation halbstaatlich. Die Organisation heißt Soglom Avlod Uchun Foundation, was so viel bedeutet wie „für eine gesunde Generation“. Damit ist die künftige heranwachsende Generation gemeint. Es gibt Waisenhäuser, Kinderkrankenhäuser, die natürlich bei weitem nicht mit europäischen Maßstäben zu messen sind. Vorhanden sind menschliche Wärme, Nähe, Zuverlässigkeit, Achtung vor dem menschlichen Leben. Häufig fehlt es am Notwendigsten, an Medizin, an medizinischen Geräten, an Ausstattung, Kleidung, das was wirklich gesichert ist, ist dass alle satt werden. Usbekistan ist ein Agrarland.

Zum Hilfsprogramm des ICH gehört die Zusammenarbeit mit den Städtischen Kliniken Bielefeld unter Leitung von Prof. Dr. Dr. Löhnert, stellvertretender chefärztlicher Direktor, findet regelmäßig ein Studenten- und Ärzteaustausch statt. Prof. Löhnert hat zusammen mit seinem Ärzteteam mehrere Vorträge in Tashkent gehalten und auch austherapierte Kinder aus Usbekistan in Deutschland operiert. Zusammen mit Dr. e.h. Dieter F. Kindermann, Andreas Lenz und Frau Dr. med. Dr. med. dent. Susanne Löhnert wurden verschiedene Kinderkliniken und Waisenheime besucht, zudem eine Bestandsaufnahme, soweit möglich, gemacht und Hilfsgüter geliefert.

Die Zusammenarbeit mit der Organisation Soglom Avlod Uchun Foundation und der usbekischen Botschaft in Deutschland ist hervorragend und partnerschaftlich. Am 11.03.2008 konnten die usbekischen Abgesandten Abdubori Kayumov und Ilkhom Ochilov in Stadthagen Hilfsgüter im Wert in Höhe rd. € 180.000,-- in Empfang nehmen. Prof. Löhnert hat die wesentlichen medizinischen Hilfsgüter, die gespendet werden konnten, organisiert. Die Praxis Dr. Jäcker in Bielefeld hat zudem die komplette Ausstattung für ein Röntgenlabor gespendet. Das Schulbusunternehmen Schwarz KG hat einen Mercedes Sprinter zur Verfügung gestellt und zusammen mit Hilfsgütern des Sanitätshauses Hillmann aus Stadthagen ist die komplette Lieferung bereits am 12.03.2008 auf den Weg nach Hamburg, um dort via Container nach Tashkent, wo die Hilfsgüter dringend erwartet werden, gebracht worden. Besonders erfreulich war, dass der Bürgermeister der Stadt Stadthagen, Bernd Hellmann, den usbekischen Gästen symbolisch den Schlüssel zum Mercedes Sprinter mit der wertvollen Fracht übergeben hat. In den Grußworten, die der Bürgermeister an die usbekischen Gäste sowie Teilnehmer des ICH, richtete, brachte er seine Freude darüber zum Ausdruck, dass das Stadthäger Hilfswerk dorthin spendet, wo Spenden auch ankommen. Teilnehmer der feierlichen Übergabe waren neben den usbekischen Gästen der Bürgermeister, der Schatzmeister des ICH, Herr Samtgemeindebürgermeister a. D. Heinz Wischnat, Kassenprüfer Dipl. Kaufmann Dr. Freddy Denz, Beiratsmitglied, Baron Jochen von Reden, Vereinssekretärin Carmen Ehrhardt sowie die ICH-Mitarbeiterin Rose-Marie Brühl.

Eine weitere kleine Überraschung im Hause des ICH war für alle Gäste, dass Frau Regina Kindermann ein asiatisch / usbekisches Mittagessen vorbereitet hatte – für die usbekischen Gäste als heimatlicher Gruß und für die einheimischen Teilnehmer „einmal etwas ganz Anderes“.

Vom ICH ist auch in diesem Jahr ein Besuch in Usbekistan geplant.

Fotos:



















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